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Tuesday, January 6, 2009

General Motors - globalisierte Krise

Neben der weltweiten Finanzkrise haben auch zahlreiche weitere Faktoren zum Niedergang des General-Motors Konzerns beigetragen. Zum Beispiel eine verfehlte Modell-Politik in Zeiten steigender Treibstoff-Preise. Der weltweit aufgestellte Konzern würde im Falle eines Konkurses auch weltweit Arbeitskräfte "freisetzen".

Diese Karte verdeutlicht die internationale Bedeutung des Konzerns. Dargestellt sind alle Staaten in denen für die vielen unterschiedlichen Automarken der GM-Gruppe produziert wird.
Sie macht eine Kehrseite der Globalisierung deutlich: Weltweite Investitionsmöglichkeiten bedeuten eben auch ebenso umfassende Möglichkeiten der Desinvestition.

Opel etwa ist seit 1929 Teil des Konzerns, in Russland dagegen eröffnete General Motors erst 1997 ein Werk in Togliatti. Für die amerikanische Gesellschaft stellten diese Direktinvestitionen im Ausland lange den Königsweg für die bestmögliche Bedienung des weltweiten Automarktes dar.

Der Vorteil gegenüber einer zentralisierten Produktion und weltweiten Exporten liegt auf der Hand: Handelsbarrieren können umgangen werden und als inländischer Produzent ist General Motors - zumindest theoretisch - näher am Kunden. Doch wurde bei GM lange Zeit daran festgehalten, amerikanische Manager ohne einschlägige Kenntnis des jeweiligen Marktes in den Töchtern einzusetzen.

Während man den Töchtern zunächst noch weitgehend freie Hand gelassen hatte änderte sich das in den 70er und 80er Jahren grundlegend. Seither wird auf eine globale Strategie mit gemeinsamen Plattformen, auf die die verschiedenen Automodelle aufbauen, gesetzt.

GM wird nun versuchen einzelne Marken zu verkaufen und ineffiziente Produktionsstandorte zu schließen. Und so fürchten die Schweden das Ende von Saab und die Deutschen bangen um die Zukunft von Opel. Auch in Ägypten, Südafrika, Chile oder Japan sind Arbeitsplätze in Gefahr - bei einem Konkurs des Riesen alles in allem 266.000.

Karte: Eigener Entwurf, weitere Quellen: Cullen, J. B., Multinational Management. A Strategic Approach, Cincinnati, Ohio, 1999

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